Never scared to be different

by nanoxsy

Archiv für die Kategorie ‘Dienstleistungen

TomTom startet Routenplaner

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TomTom kann zwar super tolle Navis bauen, aber keine Routen planen :(

Ähh... und jetzt?

Ähh... und warum nicht?

Statt Antworten bringt das System nur weitere Fragen mit sich. Die Route kann nicht geplant werden. Schön! Und jetzt?

Auch das abstrahieren, sprich die Hausnummer löschen, hilft wenig:

Ähh... Wie komme ich wieder zurück?

Ähh... Wie komme ich wieder zurück?

Spätestens jetzt sollte TomTom’s Routenplaner merken, dass ich aus Deutschland bin und eine Schumacher Street auf einem anderen Kontinent mir wenig weiterhilft. Wie kommt man zurück? Gar nicht!

Danach habe ich abgebrochen. Auch wenn die Jungs angemerkt haben, dass es sich um eine Beta-Version handelt. Eine Entschuldigung ist das trotzdem nicht.

Ich bleibe Google treu :)

Wie macht er das?

Wie macht er das?

Geschrieben von nanoxsy

7. April 2009 um 8:20 vormittags

Veröffentlicht in Dienstleistungen

Liebe DKB, ich hab was für dich!

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Ich habe neulich ein Girokonto bei der Deutschen Kreditbank, dem Testsieger unter Direktbanken, eröffnet. Die Betonung liegt in diesem Fall auf Direktbank. Das heißt, die Bank verfügt über kein ausgebautes Filialnetzwerk, bietet allerdings eine Fülle an alternativen Kanälen, über die man mit der Bank reibungsfrei kommunizieren kann. In meinem Fall ist es natürlich das banale Internet Banking. Und siehe da, verwirtt mich mein Kontostand täglich, denn:

  • Manche Belastungen werden erst bis zu vier Tage später aktualisiert! Das führt natürlich dazu, dass ich dann mit Geld bezahle, welche ich eigentlich nicht habe.
  • Veränderungen werden wie üblich in Form einer Tabelle angezeigt. Die Tabelle ist nach dem Datum sortiert, so dass neueste Gutschriften und Belastungen oben erscheinen. Und jetzt kommt ein großes Manko: Die Einträge eines Tages werden untereinander nach Namen sortiert. Dieser Punkt ist für mich noch bekloppter als der Punkt davor. Denn wenn man nur ein Bisschen Menschenverstand einsetzt, dann versteht man, dass die Einträge nach ihrem Eingang aufeinander gestapelt werden sollen. Rein logisch ist die vorgehensweise so: Ich suche mir in der Liste den obersten Eintrag beim letzten Besuch und betrachte danach nur die Zeilen, die drüber liegen. Es ist doch total irreführend, wenn plötzlich irgendwo unten Einträge platziert werden, die beim letzten Besuch noch gar nicht in der Liste waren.

Ausbessern bitte!

Geschrieben von nanoxsy

6. April 2009 um 9:20 vormittags

Collecting data for crashdump…

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Als der Monitor meines Laptops sich von dieser Welt verabschiedet hatte, bekam ich nach zahlreichen Telefonaten mit dem IT-Service einen komplett neuen Rechner. Dieser wurde mir dann sogar ins Büro gebracht und auf den Tisch geknallt. Noch in derselben Woche merkte ich, wie die Soundkarte langsam den Geist aufgibt. Also grief ich  zum Hörer und rufte erneuert Helpdesk an.

“Bitte verstehen Sie, bei diesen Notebooks ist alles so eng beieinander! Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Baustein falsch angelötet wurde!” – erklärte mir der freundliche Mitarbeiter. Ah ja… Die Industrie hat zwar mühevoll gelernt, wie man 65-Nanometer-Prozessoren mit 291 000 000 Transistoren baut, kann aber nicht löten! Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum es mit dem Hadron Collider, also dem Genfer Teilchenbeschleuniger, nicht soooo gut klappt. Ah-ha!

Erstaunlicherweise wurde mein Rechnerdisaster duch den Austausch des Soundkarte zwei Tage später gelöst. Jetzt musste ich nur noch meinen ActiveKey zum Laufen bringen. Und auch diesmal kam ich nicht an der Unterstützung durch das Service Center nicht vorbei. Ein Fachmann aus Indien übernamm die Kontrolle über mein System und fing an, zahlreiche Dienstprogramme zu deaktivieren und neuzustarten bis mein Vista letztendlich mit dem berühmten blauen Bildschirm zusammenkrachte! Danach funktionierte weder ActiveKey noch Internet.

Spannende Notiz am Rande: Wenn man aus dem Support-Chat aus irgendwelchen Gründen rausfliegt, wird der Fall nach 5 Minuten Inaktivität geschlossen und als gelöst markiert.

Zum Glück hat Vista intuitiv einen Wiederherstellungspunkt angelegt (aufgrund einer Vorahnung?!) und ich konnte noch rechtzeitig meine Daten retten. Das war knapp!

XING Profil löschen

mit 8 Kommentaren

xing-logo

Es ist schon unglaublich, welche Recherche man anstellen muss, um seinen XING Account zu entfernen. Erst forstet man alle Einstellungen durch und versucht es anschließend mit der Zweifel erregenden Hilfe-Funktion. Die Suche nach “Profil löschen” ist eine lange Sackgasse, die ebenfalls erfolglos aufgegeben werden muss.

https://www.xing.com/app/user?op=cancel

Doch wenn man dann diesen Link findet, will man gar nicht mehr aufhören, drauf zu klicken!

Hey, Profile löschen macht Spass. Was kommt als nächstes? StudiVZ?! MySpace? Ach egal, wenigstens spammen sie nicht so rum wie XING.

Geschrieben von nanoxsy

26. Februar 2009 um 10:27 vormittags

Amazon: Februar 2009 bestellt, Juni 2007 geliefert?

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Ja, das geht!

Vorgestern habe ich mir ein Paar neue Bücher bestellt und wollte heute nachgucken, wie es ihnen geht. Was ich niemals vermuten konnte: Die Lieferung ist seit fast zwei Jahren unterwegs zu mir :)

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Geschrieben von nanoxsy

5. Februar 2009 um 12:21 nachmittags

Veröffentlicht in Dienstleistungen

Getaggt mit , ,

Erfahrungsbericht: Kabel Deutschland

mit einem Kommentar

Bestellung.

Der Internetauftritt eines erfolgreichen deutschen Providers Kabel Deutschland glänzt mit einem farbenfrohen Design. Geschickt wirbt das Unternehmen mit vielfältigen Tarifen unter recht bequemen Konditionen. Bei einer Vertragslaufzeit von zwölf Monaten zieht mich vor allem der günstige Flat Comfort an. So naiv wie ich damals war, wusste ich natürlich nicht, dass solche Preise mit höchster Wahrscheinlichkeit nur bei gleichzeitiger Einsparung im Service-Bereich möglich sind.

Vorsorglich bestelle ich also den Anschluss einen Monat vor dem Einzug in meine Wohnung, die ich auch beruflichen Gründen als Nebenwohnsitz nutzte. Der telefonische Vertragsabschluss verläuft absolut reibungsfrei. Das bösen Lachen des Mitarbeiters überhöre ich unbewusst.

Installation.

Pünktlich zum Installationstermin um 17.00 Uhr erscheinen zwei pubertierende Jugendliche, die sich als kompetente Techniker ausgeben. Mit schweren Werkzeugkisten stürmen sie die Wohnung, während ich mich heimlich auf meinen HighSpeed-6-Megabit-Anschluss freue. Später stellt sich heraus, dass keiner von ihnen offiziell zu Kabel Deutschland gehört: Einer ist nämlich bei einem Subunternehmen tätig, sein Begleiter ist dagegen einfach nur ein Kumpel, der mithelfen wollte. Egal. Die alte in der Wand verbaute Dose wird schnell ausgetauscht, danach werkeln die Jungs im Keller weiter. Nach der 7. Kaffeetasse um circa 22.30 Uhr klingelt es an der Tür. Die beiden Techniker verabschieden freundlich sich mit dem Satz: “Leider hat es nicht geklappt, bitte machen sie einen neuen Termin aus!”.

Pff… Ein Paar Tage ist der Techniker wieder da, diesmal allein. Er verbringt wieder mehrere Stunden an der Antennenanlage. Schließlich rennt er in die Wohnung, schließt sein Messgerät an und schreit mit einer quietschenden Stimme: “Es läuft!”. Zugegeben, ich habe ihm damals geglaubt.

Störungen.

Es beginnt der Praxistest. Ich verbinde mich mit meinem brandneuen WLAN-Router von D-Link. Starte Firefox. Nichts passiert. Laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaangsam baut sich die Startseite des Browsers auf. Dann bricht die Verbindung hoffnungslos zusammen. Von den versprochenen 6 Megabit keine Spur. Selbst meine Modemverbindung vor knapp 10 Jahren war wesentlich flotter. Die LEDs auf dem Modem flackern wie die Leuchten eines Weihnachtsbaums. Der Router legt regelmäßig die Funkverbindung lahm. Besonders erschreckend für mich ist die Erfahrung, dass das WLAN nur in einem Zimmer der Wohnung funktioniert. Ich stelle mir eine Frage nach der anderen. Spinnt mein Kabel-Modem? Spinnt mein Router? Spinne ich?

Ein weiterer kostspieliger Anruf bei der Hotline und der Techniker ist bestellt. Anscheinend bin ich nicht der einzige internetlose Kunde, denn die Techniker sind um Wochen voraus voll ausgebucht. Parallel dazu wird die monatliche Grundgebühr von meinem Konto abgezogen. Tage später erscheint ein neuer Techniker mit einem unaussprechlichen Namen. Verschwitzt, gereizt und unhöflich ist er. Schimpfend repariert er die Anlage und ärgert sich darüber, dass er für Überstunden nicht bezahlt wird. Irgendwie tut er mir sogar leid. An meiner Tür stehen die Nachbarn Schlange. Nein, nicht um mir einen Willkommenskuchen zu überreichen, sondern um mich endlich zu vermöbeln. Es stellt sich nämlich heraus, dass ich wohl der Einzige im Haus bin, der in den Genuss von Kabelfernsehen kommt. Der Rest des Hauses hat seit der letzten Woche schlicht keinen Empfang mehr. Erfolglos versuche ich die Nachbarschaft davon zu überzeugen, dass der Fehler in kürzester Zeit behoben sein wird. Beobachte lächelnd den Techniker an, wie er seine Sachen packt. Gelassen kommentiert er den Zustand der Anlage: “Die is’ Scheisse! Was war’n des für Deppen letztes Mal?! Die ham’ die ganze Anlage verstellt!”.

Am nächsten Tag kommt der Mann wieder, diesmal mit neuen Geräten für die Anlage. Inzwischen habe ich meine Wohnung verbarrikadiert, wer weiß, was sich die verärgerten Nachbarn alles einfallen lassen. In meinem Briefkasten liegt ein Schreiben von der Hausverwaltung. Aufgrund eines unzulässigen Eingriffs in die Funk- und Fernsehanlage werde ich dazu aufgefordert, den alten Zustand des technischen Systems wiederherzustellen. Zusätzlich wird ein Sachverständiger den Schaden messen und mir in Rechnung stellen. Während der Techniker eine Niederlage nach der anderen feiert, rufe ich bei der Hausverwaltung an. Diese weigert sich mit mir über die aktuelle Situation zu diskutieren, weil ich nicht der Eigentümer der Wohnung bin. Dieser lässt nicht lange auf sich warten und schickt mir am selben Tag eine streng verfasste Bitte, ich solle den Sachverhalt aufklären.

Danach folgen weitere Techniker-Termine, Verhandlungen mit der Hausverwaltung und so weiter. Nebenbei verschicke ich schriftliche Hilfeschreie an Kabel Deutschland Gesellschaft, die sich bis heute niemals gemeldet hat. Im Endeffekt muss ich mich mit einer langsamen und instabilen Verbindung zufrieden geben. Der Techniker deutet daraufhin, dass eine Verbessrung des aktuellen Zustands aussichtslos sei. Tja, mir bleibt nichts anderes übrig, als die Kündigung einzureichen. Diese tritt erst zum Ende der Vertragslaufzeit in Kraft. Wenigstens etwas.

Umzug.

Meine Praxisphase geht nun bald zu Ende und ich entscheide mich, meinen Nebenwohnsitz aufzulösen. Eine außerordentliche Kündigung sei doch kein Problem, denke ich, und rufe bei der Hotline an. Ein Mitarbeiter mit starkem Akzent weist mich auf die AGBs hin: die Kündigung sei unmöglich, weil blah blah. Schade, bei Freenet funktionierte das einwandfrei. (Jungs, ihr seid wirklich immer noch die Besten!) Ich bin also an dieser Stelle gezwungen, den Anschluss auf meinen Hauptwohnsitz zu verlegen. Der Service-Mitarbeiter macht einen Verfügbarkeitscheck und vermerkt den Umzugstermin zum 1. Oktober sofort im System.

Dann: Was für ein Déjà-vu! Die Geschichte wiederholt sich! Meine Wohnung wird zum Treffpunkt von unerfahrenen Techniker unterschiedlichster Herkunft. Täglich kommen neue Leute zu mir nach Hause, verschiedenste Ansätze werden ausprobiert. Und eines haben alle gemeinsam: Keiner der Personen kann mir genau sagen, was er für die Fehlerbehebung benötigt. Dies führt letztendlich zu den verrücktesten Situationen, die man sich nur vorstellen kann: Der Hausmeister sorgt für den Zugang zur Fernsehanlage, der Techniker meint aber, dass er Zutritt zum Nachbarhaus benötigt, weil dort der Verteiler ist. Das Nachbarhaus wird selbstverständlich von einem anderen Hausmeister betreut. Also muss ein neuer Termin her. Kein Problem soweit, zweiter Versuch: Der Hausmeister des Nachbarhauses ist nun auch vor Ort und gewährt den Zugang zum Verteiler. Zum Termin wird diesmal ein neuer Techniker geschickt. Dieser ist der Meinung, dass er unbedingt in einen Privatkeller muss.

Das Witzige an dieser Geschichte sind vor allem zwei Punkte: Erstens, sobald der Techniker der Meinung ist, er müsse doch noch in einen anderen (gesperrten) Raum, so muss ein neuer Termin vereinbart werden. Zweitens, der Termin muss aus irgendwelchen Gründen vom Kunden selbst vereinbart werden: Das heißt mit anderen Worten: ich muss als Kunde dafür Sorge tragen, dass ein genervter Techniker, ein unzuverlässiger Hausmeister, ein unpünktlicher Hausmeister des Nachbarhauses, der Besitzer des Privatkellers und ich an einem bestimmten Datum, an einem bestimmten Ort, um eine bestimmte Zeit antreten, um das Internetproblem zu lösen. Im gesamten Monat Oktober habe ich kein Internet, das Geld wird trotzdem von meinem Konto abgebucht. Ich schicke einen Brief an Kabel Deutschland, meinen Vertrag aufgrund der Gegebenheiten vorzeitig zu kündigen. Eine Antwort auf diesen Brief werde ich nie bekommen. Im November gibt es in meiner Wohung immer noch kein Internet. Der letzte Techniker (eines Subunternehmens eines anderen Subunternehmens von Kabel Deutschland) gibt auf.

Kommunikation.

In erster Linie stört es mich, dass die Initiative vom Kunden ausgehen muss. Kabel Deutschland hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, mich anzurufen. Stattdessen muss ich die gebührenpflichtige Hotlinenummer wählen und mich durch ein sprachgesteuertes Menü, die immer wieder durch Werbung unterbrochen wird, durchquetschen bis ich schließlich einer Warteschlange für ein Beratungsgespräch zugeordnet werde.

Desweiteren gibt es für mein Anliegen keinen Ansprechpartner. Denn die Techniker, die ja direkt vor Ort auftauchen, gehören nicht zu Kabel Deutschland und können keine Informationen weiterleiten. Außerdem ist ihre Leistung nur auf den Auftrag beschränkt, alles andere wird nicht erfüllt. Wenn der Auftrag also eine Prüfung der Leitung veranlasst, so ignoriert der Techniker alle Bitten, das Modem oder den Router zu konfigurieren oder wenigstens anzuschließen. Die Servicemitarbeiter des beauftragten Subunternehmens sind bei solchen Geschichten ebenfalls machtlos, sie koordinieren lediglich die Termine. Und bei der Hotline von Kabel Deutschland bekommt man für 14 Cent/Minute nur bemitleidende Worte wie “Es tut mir schrecklich leid für Sie!  Sie können schließlich nichts dafür!”. Tja, das weiß ich selbst.

Kündigung.

Der Dezember 2007 vergeht ebenfalls ohne Internet. Wie der Januar auch. In diesem Monat rufe ich zum letzten Mal meinen Internetanbieter an und bitte zum dritten Mal, meinen Vertrag vorzeitig zu kündigen und mir das Geld zu erstatten. In wenigen Tagen bekomme ich einen freundlichen Brief, dass ein Kabel-Anschluss in meinem Haus nicht möglich sei. Der Brief wird nach einer Schablone maschinell erstellt und hat keinerlei Bezug auf den gesamten Vorfall. Von den 19,90 Euro, die von mir zuviel abgezogen wurden, werden mir 15,40 Euro erstattet. Das Kabel-Modem muss ich zum Ablauf des Vertrags zurücksenden. Für das DHL-Päckchen zahle ich weitere 3,90. Das Geld für die unzähligen Anrufe bei der Hotline werde ich wohl niemals zu sehen bekommen. Auch das Geld, welches mir für den unbestellten Norton Security Schutz (was ist das überhaupt?! Ist das was zum Essen?! Hab ich ja noch nie probiert!) Paar Monate lang abgezogen wurde bis ich ihn kündigte. Dafür wurde der Geldbeutel des Vorstands etwas dicker.

Fazit.

Zum Suchbegriff “Nie wieder Kabel Deutschland” liefert Google 121.000 Seiten. Dies wird leider die 121.001-te Seite sein. Ich würde liebend gern einen positiven Erfahrungsbericht schreiben, doch die Realität sieht leider anders aus. Ich wünsche, ich wäre nie ein Kunde dieses Unternehmens. Denn auf solche Erfahrungen im Leben kann man wirklich verzichten. Ob diese Geschichte nur eine Ansammlung von Zufällen ist und eher die Ausnahme als die Regel ist, soll jeder von euch selbst entscheiden. Mein Tipp: Bevor ihr euch für ein Angebot entscheidet, durchforstet das Internet nach Erfahrungsberichten und berücksichtigt nicht nur den Preis des Angebots, sondern viel eher den Service.

Geschrieben von nanoxsy

2. Februar 2009 um 3:58 nachmittags

Warum Bahnfahren so viel Spass macht

mit 2 Kommentaren

Juhu, nur 40 Minuten später!

Juhu, nur 40 Minuten später!

- Bahnfahren? Nee, lass ma!

Wieso eigentlich? Ich bin ein leidenschaftlicher Bahnfahrer und habe in den letzten Paar Jahren so viele spannende Situationen erlebt, dass ich locker den zweiten Teil von “Senk ju vor träwelling” rausbringen könnte. Ich habe schon aufgegeben mich zu fragen, warum mindestens jede zweite Fahrt mit der Bahn im Fiasko endet.

Als ich neulich mit einer Regionalbahn von der Arbeit nach Hause gefahren bin, hat sich unser Zugfahrer im wahrsten Sinne des Wortes verfahren! Er hat einfach vergessen im richtigen Moment auf die Bremse zu drücken. Dass die Zugfahrer nicht lenken müssen, bin ich bis heute noch überzeugt – schließlich bleiben die Eisenbahnschienen dort liegen, wo sie sind. Okay, okay, manchmal wechelt man zwar die Spur um die entgegenkommenden Züge zu ärgern, ansonsten ist alles easy. Außerdem war ich mir ohne jegliche Zweifel sicher, dass die Bremsfunktion eines Zuges computergesteuert ist und damit vollautomatisch ausgelöst wird. Die Fahrerkabine war damit ein Rudiment aus der Vergangenheit, wo man ungestört seinen Kaffee genießen konnte. Und nun hat sich meine Weltanschauung um 180° gedreht! Tatsächlich müssen die Zugfahrer bremsen und zwar rechtzeitig.

Und jetzt stellt euch nur mal die Situation vor: Der Zugführer wacht auf und merkt, dass man sich unaufhörlich von dem “planmäßigen Halt” (Yeah, BahnSlang rules!)  in Rüsselsheim entfernt. Er kommt auf die geniale Idee, den Zug doch noch zu stoppen und drückt urplötzlich auf die Bremse. Die ganze Wagenkolonne bleibt mit einem lauten Gekreische stehen, unter den Fahrgästen bricht Panik aus. Jemand schreit, dass ein Teil des Zugs sich bei der Haltestelle befinde. Ohne lang zu überlegen stürzen sich die meisten sich sofort zum Ende des Zugs, schubsen die Konkurrenz beiseite, schimpfen laut auf die Bahn und prügeln gegen die Wände.

Ich hatte das Glück, dass ich mich genau am Ende des Zuges befand und zwar genau im Gang. Von der ganzen Katastrophe habe ich natürlich nichts mitbekommen, da ich mit halb geöffneten Augen den Boden anstarrte und meinen MP3-Player (extrem) laut aufdrehte. Und dann sah ich diese Horde Verrückter, die mit ihren total verschwitzten roten Gesichtern direkt auf mich zu gerannt sind. (Verdammt, und ich dachte, dass ich außer Höhenangst keine Furcht empfinde) Im letzten Moment konnte ich mich retten, in dem ich mich in einem kleinen Zwischenraum versteckt habe.

Das Personal kommentierte das Geschehnis  mit einem trockenen Standardspruch: “Meine Damen und Herren, aufgrund von Störungen im Betriebsablauf, wird sich unser Zug zurück zur Haltestelle Rüsselsheim bewegen. Bitte nicht aussteigen! Ich wiederhole…”. Anschließend wurde der Rückwärtsgang eingelegt (Wow! Neuer Erkenntnis: die Züge können rückwärts fahren und müssen nicht mit einem Kran umgedreht werden, wie es unsere Opa-Generation gerne erklärt) und wir sind zurückgefahren. 23 Minuten später als geplant stieg ich dann in Mainz Hauptbahnhof aus.

Ich liebe Bahnfahren! Meine BahnCard 50 hat sich durch solche lustige Momente schon mehrfach ausgezahlt! Danke!

Geschrieben von nanoxsy

26. Januar 2009 um 12:17 nachmittags

Service auf höchstem Niveu!

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Vor dem Hintergrund des aktuellen Zustands im Dienstleistungssektor fühle ich mich wie ein durchgeknallter Idealist, wenn ich einen durchschittlichen, höfflichen Service erwarte. Ich betone: “durchschittlich und höflich” und nicht “freundlich, schnell und kompetent”.

Kann mich jemand dran erinnern, in welchem Jahrhundert wir leben? Aus welchem Grund, frage ich mich zurecht, zischt es aus dem Telefonhörer, wenn ich eine Festnetznummer wähle?! Weshalb höre ich oft statt der Stimme meines Gesprächspartners nur mein eigenes Echo (vorausgesetzt, ich schaffe es nach 3 missglückten Versuchen dennoch eine Verbindung aufzubauen)? Warum klingelt mein Telefon erst nach dem der Anrufer bereits fünf mal einen Freiton gehört hat? Und warum, verdammt, zahle ich für 16.000-er DSL-Leitung all-inclusive und  bekomme aber nur 1.500?

Mit dem Übergang zu neuen Technologien, wie der digitalen Datenübertragung beispielsweise, tauchten in zahlreichen gemütlichen deutschen Wohnungen neue technische Wunderanschlüsse auf. Und somit findet man fast in jedem Haushalt lauter Splitter, NTBAs, DSL-Modems, Hubs, Router, WLAN-Antennen und anderen Kram. Sie brachten alle eine Menge an Neuerungen und Zusatzfeatures, haben allerdings gleichzeitig das Wichtigste verlern – das eigentliche Telefonieren! Das ist absurd! Heutzutage findet man kaum ein Haushalt, der über keine VoIP-Geräte verfügt. Sogar ein Single, der in seinen stinkenden 20 Quadratmetern wohnt, besitzt drei Festnetznummer, einen digitalen Anrufbeantworter, eine intelligente Mailbox und den üblichen Schrott.

Manchmal passiert ist, dass irgendwelche Supertalente eines bekannten Telekommunikationsunternehmens auf die prickelnde Idee kommen, die Netze erneuert zu modernisieren und zu erweitern. Die Kunden werden dabei selbstverständlich nicht benachrichtigt. Ich nehme an, weil man ihnen dadurch eine Überraschung bereiten möchte. Diese Überraschung hält mehrere Tage an, meist sogar Wochen. Survival Training im engeren Sinne! Der Mensch verliert somit an einem Tag sowohl seinen Internetzugang als auch die drei geliebten Festnetznummern. Um sich beim Dienstleister für dieses spannende Abenteuer zu bedanken, ruft der Kunde direkt bei ihm an.

Bevor man allerdings ins Gespräch mit einem Servicemitarbeiter kommt, für den man übrigens ein ganz spezielles Feingefühl benötigt, unterhält man sich zunächst mit einem sehr klugen Computer. Dieser weiß alles, nur leider kann er kein Deutsch. Deshalb geht es in den ersten zwanzig Minuten (“gefühlte” Stunde, wie man heutzutage sagt) darum, der Roboterstimme wenigstens einen Satz beizubringen. Liebe Leser, denkt jetzt bitte nicht, dass das schwer ist! Wesentlich schwieriger wird es, wenn man denselben Satz einem Servicemitarbeiter zu erklären versucht. Um sich auf die heiße Diskussion vorzubereiten, schafft der Provider ordentlich Freiraum um Nachzudenken. In einer zehnminütigen Pause spielt man netterweise atemberaubende Hits aus den 80ern und wirbt nebenbei für weitere tolle Produkte!

So viel Spass erlebt man selten im Leben und das kostet nur 1 Euro pro Minute! Ups… Verzeihung! 99 Cent pro Minute!

Geschrieben von nanoxsy

23. Januar 2009 um 11:20 vormittags

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